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Kilimanjarobesteigung 2012

Tränengefüllte Augen blicken mich an, tränengefüllt vor Freude, Stolz und Rührung. Es ist 18 Uhr und wir schreiben den 22. Juli 2012. Wir befinden uns auf dem höchsten Punkt Afrikas, dem 5895m hohen Uhru Peak. 1900 Höhenmeter haben wir heute hinter uns gebracht. Bedächtig sind wir Schritt für Schritt Richtung Kilimajarogipfel, durch die immer sauerstoffärmer werdende Luft, gestiegen.

 

Wir, das sind Hans und Ernst aus Altmünster, Andrea und Heli aus Maria Lankowitz, Renate, Walter und ich aus Enns. Blauer, wolkenloser Himmel, Windstille und ein wunderbarer Ausblick über die Savanne des Schwarzen Kontinents entschädigen uns reichlich für die Strapazen.

Ich habe das Privileg am nächsten Morgen um 9 Uhr nochmals die überwältigenden Emotionen mit den restlichen Teilnehmern der Gruppe, die sich als Gipfeltag, wie vorgesehen, den 23. Juli vorgenommen haben, zu erleben. Sepp, Burgi und Günther aus Ohlsdorf, Robert aus Gmunden, Thomas aus Altenfelden, Gerald aus Leonstein und Gerhard aus Enns sind die heutigen glücklichen Gipfelstürmer. Wieder blauer Himmel und Windstille, eine Seltenheit auf dem höchsten alleinstehenden Berg der Welt. Fast schon kitschig wirkt die märchenhafte Kraterlandschaft auf uns. Heute sind wir um 3 Uhr 30 wegmarschiert. Auf uns warten nun noch 3000 Höhenmeter Abstieg , somit ist der Gipfelaufenthalt zeitlich ziemlich limitiert.

Sechs Tage sind wir bereits auf diesem Berg, der durch den österreichischen Bergsteiger Ludwig Purtscheller mit dem deutschen Forscher Hans Meyer 1889 erstbestiegen wurde.

Wir haben die Machameroute, wegen der eindrucksvollen afroalpinen Flora und wegen der relativ guten Akklimatisationsmöglichkeit, als Anstieg gewählt.

 

Uns begleiten 35 Träger, zwei Köche und zwei einheimische Führer. Wir werden bestens versorgt, nächtigen in Zelten und sind dankbar für das schöne Wetter, welches uns die gesamten sieben Tage begleitet. In dieser Zeit legen wir etwa 65 km und 6000 Höhenmeter zurück.

Alle 14 Teilnehmer der Naturfreunde – Kilimajarotour kehren wohlbehalten und überwältigt von wunderbaren Eindrücken nach Österreich zurück – und für 14 Gipfelsieger wird es in nächster Zeit genügend Gesprächsstoff geben.

 

Text: Hans Peinhopf

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